Von Lübeck bis Danzig

Aufgrund der schlimmen Waldbrände in ganz Schweden haben wir unsere Urlaubspläne spontan geändert, die gebuchte Fähre storniert und uns in Richtung Polen aufgemacht. Nach einem kurzen Abstecher zur Verwandschaft in Lübeck und einem Strandtag auf dem Priwall geht es in Richung Osten.

Erster Stopp ist das Warnowdurchbruchstal östlich von Schwerin. Leider hat auch hier die extreme Trockenheit des Sommers 2018 zugeschlagen, so dass der Fluss viel zu wenig Wasser führt und für Kanuten gesperrt ist. Wir finden aber einen Stellplatz für die Nacht und können das Tal zu Fuß durchqueren.

Um die neuen, eigentlich extra für Schweden angeschafften Sevylor-Kanus aber doch noch zum Einsatz zu bringen, steuern wir die Mecklenburgische Seenplatte an. Schon aus dem Urlaub 2013 kennen wir den Naturcampingplatz am Mössensee, der uns damals schon sehr gut gefallen hat. Hier bleiben wir für drei Tage, paddeln, schwimmen und ruhen uns aus.

Während die einen kräftig paddeln…

… lassen sich andere paddeln!

Ein weiterer Höhepunkt der tollen Landschaft an der Seenplatte ist ein gut acht Kilometer langer Rundwanderweg durch den Müritz-Nationalpark bei Serrahn mit dem Namen „Der lange Weg zum Urwald“. Da der Bereich schon vor 200 Jahren als Jagdgebiet eingezäunt war und dort keine Forstwirtschaft betrieben wurde, finden wir hier wirklich eine Art europäischen Urwald mit all seinen Besonderheiten, wie z.B. den Entwicklungsstadien von Birken-, Kiefern und Eichen- und Buchenwäldern. Auf einem sehr interessanten Lehrpfad wird das alles anschaulich dargestellt, und außerdem führt ein Multicache (also eine Art Schnitzeljagd per GPS) durch den Wald. Am Ziel gibt es ein leckeres Picknick – das war ein toller Tag!

So langsam nähern wir uns der polnischen Grenze und fahren wieder an die Ostsee. Auf Usedom, der zweitgrößten deutschen Insel, finden wir einen Übernachtungsplatz direkt am Strand und können am nächsten Tag die Seebrücke von Ahlbeck besichtigen und eine Gedenkminute an Loriot einlegen.

Fast legal reisen wir dann über Swinemünde nach Polen ein (der Grenzübergang direkt im Ort ist nur bis 3,5t freigegeben, wenige Kilometer südlich machen wir uns alle ganz leicht und nehmen wir den Übergang, der bis 7,5t frei ist), setzen mit der kostenlosen (!) Fähre über die Swine und können nun auf der Landstraße immer an der polnischen Ostseeküste entlangrollen. Misroy, der erste Ort jenseits von Swinemünde, ist angeblich das Pendant zum deutschen Sylt und macht auch in etwa denselben Eindruck. Auch die weiteren Ferienorte entlang der Küste bestechen durch totale Überfüllung – klar, denn auch in Polen sind Juli und August die Hauptferienmonate. Das ist ja so gar nicht unser Ding, so dass wir uns immer an den tollen Wäldern zwischen den Orten erfreuen und uns hier unsere Rastplätze suchen. Endlich finden wir auf einer schmalen Landzunge einen wilden Stellplatz in den Dünen – hier sind wir zwar auch nicht alleine, aber weit ab vom Trubel. Bevor wir uns einen Stellplatz suchen können, muss Jochen mit Grüdi erst noch ein anderes Wohnmobil aus dem tiefen Sand ziehen – gute Tat für heute erledigt…

Nach einem schönen Strandtag geht es weiter Richtung Osten, jetzt müssen wir erst einmal eine Viabox besorgen, die für Fahrzeuge über 3,5t Pflicht ist. Für 30€ Kaution und 30€ Mindestbetrag ist das an einer Tankstelle recht schnell erledigt, und wir müssen uns keine Gedanken mehr darüber machen, unbemerkt auf einer mautpflichtigen Straße zu landen und unter Umständen aus Unwissenheit horrende Strafen (bis zu 1500€) zahlen zu müssen.

Nächster Stopp ist Danzig, wo wir einen sehr zentralen und wirklich günstigen Stellplatz an einem Sportzentrum finden. Nach einer nächtlichen Kleiderwaschaktion erkunden wir am nächsten Tag die Stadt – dank großer Hitze eine sehr anstrengende Aktion. Ähnlich wie in Münster war auch die Danziger Innenstadt nach dem Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört und wurde original wieder aufgebaut. Mit gefühlt 100.000 anderen Touristen bewundern wir die schöne Stadt, steigen auf den Turm der Marienkirche und genießen typisch polnische Speisen wie Zapienka und Pierogi (auf die Tagessuppe haben wir allerdings verzichtet).

Unser nächstes Ziel ist die frische Nehrung, die als schmaler Landstreifen das Frische Haff von der Ostsee trennt. Hier fahren wir bis ans Ende der Straßen, finden einen Strandparkplatz zum Übernachten und wandern bis nach Russland – genau genommen an die Grenze der russichen Exklave rund um Königsberg.

Die Ostsee ist hier oben deutlich wilder als gewohnt, außerdem ist das Wetter mal endlich etwas kühler und regnerischer – passt irgendwie viel besser hier her.

Wie die meisten anderen Besucher auch sind unsere Kinder eher mit dem Sand beschäftigt: hier kann man nämlich besonders gut Bernstein suchen, was Lea, Ruben und Marie auch mit Erfolg machen und jetzt stolze Besitzer einer kleinen Sammlung sind.Ganz ruhig zeigt sich auf der Rückfahrt das Frische Haff, bevor wir weiter in Richtung Masuren rollen.

Grüdi kann auch anders!

Nachdem der Schwerpunkt unserer Transafrikareise ja auf unberührter Natur und Tierbegegnungen lag, haben wir im Juni mal ein ganz anderes Terrain erkundet: für eine zweitägige Stippvisite waren wir im Ruhrgebiet unterwegs und haben den Duisburger Landschaftspark Nord erkundet.

Das ehemalige Hüttenwerk Meiderich, das von 1901 bis 1985 in Betrieb war, ist in den vergangenen Jahrzehnten zu einem 180 Hektar großen Landschaftspark umgewandelt worden, in dem sich heute die Relikte der Industriegeschichte mit der Natur, die sich weite Teile des Areals zurückerobert, verbinden. Es gibt einen großen Parkplatz, in dessen hinterem Teil sich ein ausgewiesener kostenloser Wohnmobilstellplatz befindet, wo wir Grüdi mal vor einer ganz anderen Kulisse parken können.

Dann geht es zu Fuß über das Gelände, das man auch prima mit dem Fahrrad erkunden könnte (wenn man eins dabei hätte…). Viele Bereiche darf man besteigen, es gibt Infotafeln und Führungen sowie eine Vielzahl anderer Veranstaltungen. Der gesamte Park ist rund um die Uhr geöffnet und kostet keinen Cent Eintritt! Auch unsere Hündin Lila, da ja nach unserer Reise bei uns eingezogen ist, darf überall mit hin – sie findet die Gitterroste, über die wir teilweise laufen, allerdings nicht so klasse.

Das Angebot an Freizeitmöglichkeiten neben Spazierengehen und Fahrradfahren ist enorm: es gibt Röhrenrutschen, das riesige Tauchbecken im alten Gasometer (das zumindest Jochen schon mehrfach dienstlich betaucht hat), einen Kletterpark, einen Aussichtsturm und einen großen Bereich des Deutschen Alpenvereins, an dem sich unsere Kinder am liebsten gleich eproben würden.

Richtig spannend wird es dann noch einmal mit Einbruch der Dunkelheit: jeden Freitag, Samstag und Sonntag und an bzw. vor Feiertagen wird das ehemalige Hüttenwerk nach Einbruch der Dunkelheit nämlich von Lichtinstallationen des britischen Künstlers Jonathan Park eleuchtet. Da kann Jochen sich mit seinem neuen Objektiv so richtig austoben!

Das war ein wirklich toller, wenn auch ganz anderer Ausflug, wir werden sicherlich noch einmal wiederkommen und etwas mehr Zeit mitbringen!

 

 

 

 

 

 

Es geht weiter…

Der erste Vortrag war ruck-zuck ausverkauft, ebenso wie die zweite Vorstellung am selben Tag. Immer noch sprechen uns viele Leute an und sind an einem weiteren Vortrag interessiert. Jetzt gibt es auch den Termin: am Samstag, 16.6. um 16:00 Uhr in der Aula der Realschule in Sendenhorst.

Karten gibt es dieses Mal auch bei uns – schreibt einfach eine Mail oder sprecht uns anPlakat Realschule!

 

Wir haben es tatsächlich geschafft…

… die gut 15.000 Bilder und 1000 Videos, die wir mit nach Deutschland zurück gebracht haben, zu sichten und zu sortieren. Jetzt arbeiten wir mit Hochdruck an einer Präsentation, die den zeitlichen Rahmen nicht allzusehr sprengt – nicht einfach!!!

Aber der Termin steht schon fest: wir freuen uns auf viele Besucher!!!

Plakat

Zahlen über Zahlen – ein bisschen Statistik zum Schluss!

6 Westfalen, 1 Grüdi, 11 Monate

IMG_8250– da geht doch noch mehr!!! Wir haben recht genau Kassen- und Fahrtenbuch geführt, jeden Tag etwas im Tagebuch notiert und das Ganze nun mal zusammengefasst:

339 Tage

waren wir unterwegs, davon 65 Tage (=20%) in Europa0204Europa und 274 Tage (=80%)  auf dem afrikanischen Kontinent (auf den Tag genau neun Monate!).

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38.040 km

haben wir insgesamt zurückgelegt, davon 15% in Europa. Laut Google Maps sind es über die Ostroute nur gut 16.000 km von Deutschland bis zum Kap Agulhas, dem südlichsten Punkt unserer Reise. Wir haben natürlich – vor allem im südlichen Afrika – viele Schlenker gemacht und sind so auf mehr als das Doppelte gekommen – eine Zahl, die uns auch etwas überrascht hat. Da wir in der letzten Woche in Namibia noch 2.400km mit dem Leihwagen gefahren sind, hat unser treuer Grüdi allerdings „nur“ 35.700km der Strecke bewältigen müssen. Die 100.000 km-Marke hat er erst wieder in Westfalen nach der Rückkehr aus Hamburg überschritten – ist also quasi ein Neuwagen!!!

112 km/Tag

IMG_20161031_091922176sind wir durchschnittlich gefahren – hier stehen allerdings 194 Tage mit Fahrleistung (57%) IMG_20161031_133149724den IMG_7369DSC04305-001145 Standtagen gegenüber, an denen wir einfach nur die Gegend genossen, gebadet, besichtigt oder auch einfach versucht haben, ein Visum zu bekommen oder Grüdi aus der Kalahari zu buddeln…

Die längste Tagesfahrstrecke betrug 565 km – an dem Tag mussten wir von Twyfelfontain bis nach Windhuk kommen, weil uns nach 50km auf namibianischem Wellblech der Hinterreifen geplatzt war und wir damit ohne Ersatzrad unterwegs waren..

8.900 l Diesel

hat unser Grüdi geschluckt, das sind 24,9 l pro 100km – umgerechnet auf die Personenanzahl gar nicht so schlecht, oder? Bei einem durchschnittlichen Spritpreis von 0,73 € pro Liter Diesel waren das Treibstoffkosten von insgesamt 6.500,- €.

220 Nächte

haben wir auf einem Campingplatz, IMG_20170304_192047177_HDRbei einer Lodge oder auf einem sonstigen ausgewiesenen Stellplatz verbracht. Wir hatten eigentlich gedacht, mehr wild stehen zu können, aber das ist nur in 57 Nächten gelungen (und das vor allem in Europa). Vor allem im südlichen Afrika wurden wir immer wieder davor gewarnt, wild zu stehen, da die 0021SudanGefahr eines Überfalls zu groß sei. Am einfachsten war es eigentlich im Sudan, wo wir im Vergleich zur Aufenthaltsdauer oft irgendwo im Nirgendwo standen.

Weitere 46 Nächte konnten wir auf Privatgelände stehen,IMG_20170317_181204075_HDR  und als Grüdi verschifft wurde und im Hafen von Alexandria auf seine Befreiung aus dem Zoll wartete bzw. als wir die Kalahari ohne Grüdi verlassen mussten, haben wir elf Nächte im Hotel und fünf in einem Ferienhaus 0013Ägyptenverbracht.

19 Länder

haben wir auf unserer Tour bereist. Waren die Grenzübertritte zwischen den acht europäischen Ländern meist kaum spürbar, so haben uns die Formalitäten an den elf Grenzen in Afrika häufig an den Rand des Wahnsinns getrieben – Höhepunkt waren

9 Stunden

die der Grenzübertritt zwischen Ägypten 0241Ägyptenund dem Sudan dauerte! Und hätten die Sudanesen nicht um 18:00 Uhr Feierabend machen wollen und uns so quasi aus dem Grenzgelände rausschmeißen müssen, hätte es sicher noch länger gedauert…

Die schnellste afrikanische Grenzprozedur war übrigens die Rückreise von Lesotho nach Südafrika: das Ganze dauerte nur 15 min, incl. eines kurzen I-Pad-gelenkten (!) Interviews durch Mitarbeiter des Tourismusministeriums von Lesotho.

1

platter Reifen hat uns erwischt – da hatten wir mehr befürchtet. Nachdem wir fast ganz Afrika DSC04833ohne Plattfuß durchquert hatten, haben uns die unglaublich schlechten Gravelpisten in Namibia (vermutlich in Kombination mit „nicht angepasster Fahrweise“) kurz hinter Twyfelfontain den rechten Hinterreifen komplett zerstört. Zum Glück gab es in Windhuk den gleichen Reifen als Ersatz – leider etwas teurer als in Deutschland. Außerdem haben uns Längsrillen in deIMG_20160906_133535973n quasi neuen Bridgestone-Reifen schon in Griechenland Probleme bereitet und uns zu einer mehrtägigen Zwangspause in Ioannina verholfen, von wo die Reifen nach Thessaloniki zum Gutachter verfrachtet wurden. Angeblich seien die Risse unbedenklich – das zumindest erhielten wir schriftlich in Griechisch bestätigt. Wir vermuten nach wie vor, dass die ganze Charge fehlerhaft produziert wurde, denn auf dem neuen Reifen aus Windhuk (andere Charge und anderes Produktionsland) trat dieses Problem nicht auf.

10

„richtige“ Reparaturen an Grüdi standen an, davon sieben Mal unter Beteiligung örtlicher Mechaniker. Die 0159ÄgyptenBremse machte schon in Ägypten und dem Sudan Theater und erforderte (mehr oder weniger) professionelle Hilfe, bevor das Problem mit nach Kenia eingeflogenen neuen Bremszylindern aus Deutschland endgültig behoben werden konnte. Außerdem waren in Namibia neue Bremsbeläge fällig, in Äthiopien riss die Dieselleitung (und wurde unter fachkundiger Begutachtung durch mindestens 20 Schaulustige von Jochen repariert), in DSC02493Kenia musste die Ausziehleiter und in Namibia eine Stauboxaufhängung geschweißt werden. Zusätzlich fiel in Südafrika der vordere Stoßdämpfer ab und war etwas aufwendiger zu fixieren.

Ungezählt bleiben die x Male, an denen Jochen alle Schrauben wieder nachgezogen hat und alles abschmierte sowie die turnusmäßigen Öl- und Filterwechsel durchführte – Grüdi hat schließlich in einem jahr die Fahrleistung der letzten zehn Jahre absolviert!

1

Unfall haben wir gehabt: an einem Strand im Süden Kroatiens war die Zufahrt (verbotswidrig!) 0082Europavöllig zugeparkt, so dass Jochen leider einen kleinen Fiat übersehen und mit Grüdi etwas eingebeult hat. Der Fiat hatte eine ordentliche Beule, im und am Grüdi hat man nichts bemerkt – soweit zum Gewichtsvorteil. Die Versicherung des kleinen Italieners hat sich nicht wieder gemeldet.

2,5

kaputtgegangene Sachen: der Laptop hat die Hitze im Sudan nicht gepackt und konnte zwar in einer Not-OP durch Jochen reanimiert werden, lief dann aber leider nur noch mit halbem Arbeitsspeicher und aussschließlich unter 230 V (was unterwegs recht hinderlich ist…). Außerdem erhielt Leas I-Phone in Südafrika die niederschmetternde Diagnose: „It´s completely dead… Sorry!“. Als halbe Sachen zählen wir die vielen T-Shirts, die der heftigen UV-Strahlung Afrikas nicht gewachsen waren und zerfielen bzw. komplett die Farbe wechselten.

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verlorene Sachen: eine Gabel liegt vermutlich immer noch im Spülbecken eines griechischen Campingplatzes, ein Teelöffel blieb im German Guesthopuse in Khartum, ein Tupperdeckel ruht nun in Grootfontein. Außerdem stehen Rubens (neue) Flipflops an der Seilbahn eines Camps bei Plettenberg Bay und Judiths Halbsandalen an der Dusche im Tsitsikamma NP. Schon in Griechenland schwamm Lea ein Flipflop in den Fluten des Archeron davon (wir konnten allerdings in den Bäumen am Flußufer einen fast gleichgroßen Ersatz finden).

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gesundheitliche Beschwerden: ein abgebrochener Backenzahn in Albanien (er hält auch jetzt noch), Ohrentzündungen bei Lea nach zu viel Meerwasser (wir konnten selbst mit Tropfen heilen), Magen-Darm-Probleme bei allen nach einer kulinarischen Bootsfahrt auf dem Nil in Assuan (hier musste Jochen sogar zwei Infusionen bei Judith legen und konnte das hohe Fieber nur mit Novalgin senken), eine Gehörgangsentzündung in Tansania (der erste Arztbesuch für umgerechnet zwei Euro), Rubens Quallenkontakt in Kenia (kalte Holzasche verhalf zu sofortiger Linderung!), Infekt mit hohem Fieber bei Marie an der Grenze von Samiba zu Botswana (Malariatest beim Arzt, das Honorar ging mit knapp 40,-€ wieder auf deutsches Niveau), Ruben mit demselben Infekt einige Tage später, Jochens Intercostalneuralgie (mitten in der Kalahari eingefangen beim Buddeln im Schlamm und ebendort diagnostiziert durch eine zufällig vorbeikommende Münchener Chirurgin) Medikamenteund Fieber bei Judith in Windhuk (wo der Malariaselbsttest aber schnell Beruhigung brachte).

Alles in allem aber kein wirklich schlimmes Ereignis, wir haben wirklich Glück gehabt und die unzähligen Medikamente, Verbände, Nähzeug etc. umsonst mitgenommen – Gott sei Dank!

28

Wochen lang Lariam genommen, keine Nebenwirkungen gehabt, zusätzlich mit Nobite geschmiert, kein Malaria bekommen.

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Impfungen vor der Reise bekommen – von Tetanus überImpfungHepatitis bis zu Gelbfieber und MeningokokkenACWY, auch Tollwut war dabei. Das meiste davon im Rudel beim Kinderarzt erledigt.

1x

Schmiergeld bezahlt – direkt am zweiten Tag in Afrika, als Jochen mitten in der Nacht von Alexandria zum Flughafen nach Kairo zurück musste, um den unleserlichen Einreisestempel erneuern zu lassen, da wir Grüdi sonst nicht aus dem Zoll bekommen hätten. Sehr ärgerlich, aber nach stundenlangen nervenaufreibenden Diskussionen, viel Fahrerei und blank liegenden Nerven schlussendlich die einfachste Lösung.

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unangenehme Situationen: das erste Mal in Kairo, als wir plötzlich vor dem Bazar Khan el Khalili von vielen Sicherheitskräften eingekesselt wurden, weil der ägyptische und der sudanesische Präsident sich in der großen Moschee trafen und wir mitten drin standen – soweit zum Thema „Menschenmassen meiden“… Nicht so toll waren auch drei kleine Steinewerfer in Äthiopien, die allerdings wenig Zielwasser getrunken hatten. Wirklich unruhig waren wir in zwei Nächten, in denen wir innerhalb von Ortschaften frei standen: beim ersten Mal in Tivi Beach war der Nachtwächter plötzlich verschwunden und uns umkreisten schwarz vermummte Kerle (die sich später als die Nachtschicht des Sicherheitsdienstes herausstellten…), beim zweiten Mal in Hluhluwe machte uns ein äußerste aggressiver Taxifahrer den extra zugewiesenen Platz an der Tankstelle streitig – letztendlich beides nicht wirklich gefährlich, aber eben unangenehm.

DSC04293-001Die sicherlich schlimmste Situation der ganzen Reise war unser unfreiwilliger Fünftagesaufenthalt in der Zentralkalahari in Botswana, wo wir schlicht und ergreifend im Matsch versunken sind, evakuiert wurden und nur mit viel Glück nach zwei weiteren Tagen unseren Grüdi wieder befreien konnten – selbst die zwei Bergungs-LKW, die zu uns geschickt wurden, waren vorher im Schlamm versunken. Das hätte auch des Ende unserer Reise sein können!

125,- €

haben wir im Schnitt pro Tag für uns sechs ausgegeben – in diesem Betrag sind alle Kosten der Reise enthalten, also auch die Flüge und die Verschiffung. Eine genaue Aufschlüsselung gibt es mal als Grafik:

Unbenannt-1Natürlich waren die Kosten je nach Land sehr unterschiedlich. In Nordafrika lagen beispielsweise die Dieselpreise extrem niedrig (ca. 0,18 €/Lilter), ebenso die allgemeinen Lebenshaltungskosten für Grundnahrungsmittel, das Angebot war allerdings auch sehr eingeschränkt. Dafür fielen aber sehr hohe Kosten für Visa, Permits und Zoll etc. an.

Ab Kenia war praktisch alles in den großen Suptermärkten wieder zu bekommen, es kostete aber auch mehr als in Europa, teilweise (z.B. Käseprodukte) bis zu 400% unserer Preise! Auf den regionalen Märkten war das Angebot viel kleiner, aber auch deutlich günstiger. Dafür lagen die Eintrittspreise in Ostafrika (v.a. Kenia und Tansania) in exorbitanten Höhen, Extrembeispiel können die Nationalparks in Kenia sein, wo wir für einen Tag (ohne Übernachtung) 680,- US$ zahlen sollten – das wollten und konnten wir nicht.

Im südlichen Afrika wurden die Parkeintritte dann wieder günstiger, bestes Beispiel ist hier in Südafrika die Wildcard (international Cluster) für ca. € 300,-, mit der man für 365 Tage als Familie in über 80 Parks freien Eintritt hat. Die allgemeinen Lebenshaltungskosten (Einkauf in den Supermarktketten) und Dieselpreise liegen ungefähr auf deutschem Niveau. Relativ erschrocken waren wir über die Camppreise, da die Übernachtungsgebühren für Kinder häufig nur wenig unter den Erwachsenenpreisen liegen, Kinder ab 12 grundsätzlich als Erwachsene zählen und Familienrabatte unbekannt sind – da sollten wir als Großfamilie mit vier Kindern oft sehr viel pro Nacht zahlen, was oft nicht gerechtfertigt ware und uns zu etwas Kreativität veranlasste.

1000

Dank möchten wir allen sagen, die unsere Reise von zu Hause aus unterstützt haben, mit denen wir unterwegs tolle Erfahrungen teilen durften oder die uns mit Rat, Tat und Quartier zur Seite standen: an erster Stelle natürlich unsere Eltern und Geschwister, Freunde, Nachbarn und Kollegen, dann Birgit und Gunda vom Reise Know-How, Anselm und Johanna, Mischa und Juliane, Pater Andreas und Schwester Gratias aus Fushe Arrez, unser treuer Reisepartner Bjorn, die Schmiders, Mahmoud und Mustafa aus Kairo, unsere Kalaharigefährten Ruth und Walter, Robert und Beate aus Windhuk, Ed und Felicitas aus Johannesburg, André und Monique aus Piet Retief, Spediteur Olaf mit Namship sowie viele andere Lang- und Kurzzeitreisende, Einheimische und andere Menschen, die uns getroffen, unterstützt und ermutigt haben.

Ein netter Bericht

Fast drei Monaten nach unserer Rückkehr hat uns eine nette Mitarbeiterin der Westfälischen Nachrichten besucht und mit etwas Distanz über unsere Reise berichtet – hier der Artikel:

WN vom 23.9.17

Nachdem die Schule vor gut drei Wochen wieder begonnen hat, haben sich alle Kinder in ihren neuen Klassen bzw. Jahrgangsstufen gut eingelebt und gehen morgens gerne los. Wir merken allerdings viel deutlicher als vor der Reise, wie sehr der Alltag von Terminen bestimmt wird: die Schule nimmt sehr viel Zeit in Anspruch, dann kommen noch Sportverein, Musikunterricht und Messdienergruppen dazu, so dass kaum Familienzeit bleibt. Das vermissen wir wirklich sehr!

Umso mehr realisieren wir jetzt, wie toll es war, dieses eine Jahr ohne Termindruck von außen verbringen zu können! Gerne würden wir ein neues Projekt in Angriff nehmen, aber das wird sich in dieser Konstellation wohl nicht noch einmal verwirklichen lassen. Aber nachdem nun immerhin Grüdi durch den TÜV gekommen ist, nutzen wir ihn zumindest für kurze Trips am Wochenende.

 

Unsere Reise im TV

Nachdem uns der WDR schon in Jeffreys Bay erwischt hatte und in der Rubrik „Lokalzeit goes global“ über unsere Reise berichtet hatte, haben sie jetzt auch Grüdis Rückkehr in Hamburg begleitet und uns als Studiogäste zum WDR nach Münster eingeladen. Leider ist aus Beleuchtungsgründen dort nur Platz für einen Studiogast, so dass Judith hierfür auserkoren wurde und die anderen im Beitrag zu Wort kamen. Lea war leider im Urlaub, so dass sie nicht explizit dabei ist.

Wir haben beide Beiträge hier verlinkt, viel Spaß beim Anschauen!

Lokalzeit Münsterland vom 05.07.2017

 

Lokalzeit Münsterland vom 10.08.2017

 

 

Auch Grüdi hat es geschafft!

Ende Juni mussten wir unseren treuen fahrbaren Untersatz Grüdi schweren Herzens in Walvis Bay zurücklassen – leider hatte das gebuchte Schiff zwei Wochen Verspätung, so dass wir (anders als geplant) vor dem Ablegen des Schiffes nach Hause fliegen mussten. Glücklicherweise war es Olaf von Namship in Walvis Bay gelungen, zumindest das Carnet de Passage (Grüdis Zolldokument) abstempeln zu lassen, so dass es mit uns nach Hause fliegen konnte. Knapp zwei Wochen später erhielten wir dann endlich die Nachricht, dass unser Truck auf der „Bright Sky“ in Richtung Deutschland schippert, sogar unter Deck und angeblich RoRo (also gefahren, nicht gekrant) verladen wurde. Am 31. Juli sollte das Schiff in Hamburg anlegen – unterwegs verfolgten wir es im Internet mit dem Vesseltracker und konnten so die Zwischenstopps in Vigo und Rotterdam „live“ miterleben.

Passend zu Jochens erstem ArbeitstaDSC09034-001g am 2. August sollten wir dann in Hamburg stehen, um Grüdi in Empfang zu nehmen – dabei war alles so gut geplant gewesen…So machen sich erst Judith, Hannah, Ruben und Marie auf den Weg und suchen schon mal den Hamburger Hafen optisch ab: von den Landungsbrücken aus ist natürlich kein Grüdi zu sehen.

DSC09072-001Durch den Alten Elbtunnel geht es auf die andere Seite, auch hier gibt es tolle Ausblicke, aber keinen Grüdi. Später fahren wir mit den Elbfähren Richtung Övelgönne, entlang an großen Hafenanlagen, und werden einmal ordentlich nass.

DSC09076-001Wir bewundern die atemberaubende Sicht auf die Hafenanlagen in direkter Nähe zur City und fragen uns, ob Grüdi wohl mit einem dieser Kräne abgeladen wurde… Hoffentlich hat er das unbeschadet überlebt!!!DSC09080 DSC09095-001 So sehr wir auch gucken – er ist nicht zu sehen, wir müssen uns bis zum nächsten Tag gedulden! Wir treffen Judiths Bruder mit Familie und können bei ihnen die Nacht verbringen. Am nächsten Morgen kommt Jochen direkt aus seinem ersten 24h-Dienst nach Hamburg gesaust, und gemeinsam mit Judith und Hannah geht es in den Hafen, wo wir bei der deutschen Partnerfirma von Namship verabredet sind. Nachdem die Zollfreigaben erledigt sind, geht es zum Südwestterminal – aber irgendwie kommt uns die Fahrt eigenartig vor, es geht nämlich nach Norden!? Als wir in die Afrikastraße einbiegen, die zum Windhukkai führt (wie passend!), geht uns ein Licht auf: vermutlich heißt das Terminal nicht so, weil es im Südwesten des Hafens liegt, sondern in Anlehnung an Deutsch-Südwest, die Bezeichnung Namibias zu Zeiten der Kolonialpolitik!Momentaufnahme 1 (09.08.2017 22-28)

Bevor wir das Terminal betreten dürfen, müssen wir alle unsere Pässe abgeben und werden mit Warnwesten ausgestattet. Dann geht es zu Fuß los, überall um uns stehen große Container und riesige Gabelstapler sausen umher. Aber wo ist nun Grüdi?

DSC09115Hoffentlich steht er nicht inmitten dieser Containerberge! Unser Agenturmitarbeiter fragt sich durch, die erste Auskunft: das kann dauern! Plötzlich kommt dann aber ein Arbeiter des Terminals und teilt uns mit, dass Grüdi hinter der Halle stehe und sehr schön geflogen sei – er wurde also per Kran entladen. Hauptsache, die haben ihn gut festgemacht und sanft landen lassen…. Wir werden durch eine Halle geführt, und plötzlich steht er da!! Auf den ersten Blick sieht er aus wie immer – nur sehr sauber, was aber bei dem Regen der letzten Tage nicht wirklich erstaunt! IMG_20170803_132134134-001 Im Hintergrund sehen wir das alte Kreuzfahrtteminal an den Landungsbrücken, wir hätten Grüdi also am Vortag sehen können, wenn wir etwas weiter in Richtung Elbphilharmonie gegangen wären! Jochen muss auf Geheiß des Mitarbeiters erst einmal einen Rundumcheck machen, denn Reklamationen bei etwaigen Einbrüchen werden später nicht mehr akzeptiert. Wir stellen erleichtert fest, dass alle Fenster, Dachluken und die Tür unversehrt sind, sogar im Fahrerhaus fehlt nichts! Und dann kommt der spannende Moment: Jochen betätigt den Startknopf! Wird Grüdi nach über fünf Wochen anspringen, oder benötigen wir das NATO-Überbrückungskabel? Aber unser Dicker lässt uns nicht im Stich: völlig unproblematisch lässt Momentaufnahme 1 (09.08.2017 22-33)sich der Motor starten, Kommentar der Reedereiarbeiter: „Oh, das erleben wir hier bei verschifften alten Trucks selten!“ Wir sind mächtig erleichtert, als wir  mit unversehrtem Reisemobil aus dem Terminalgelände rollen. Nun geht es noch schnell zum Zoll, der aber nur einen schnellen Blick auf die Fahrgestellnummer wirft und dann nach etwas Wartezeit das Carnet stempelt – das war wirklich einfach!

Über die Köhlbrandbrücke verlassen wir den Hamburger Hafen, genießen den Blick und freuen uns wirklich, das die Verschiffung – wenn auch mit Verspätung – so unproblematisch geklappt hat. Jetzt sind wirklich alle Reisegefährten wieder daheim!

DSC09151-001Am nächsten Tag geht es nach Hause, wo schon ein Team des WDR auf uns wartet, um nach dem Beitrag „Lokalzeit goes global“ noch einen kurzen Abschlussbeitrag zu unserer Reise zu drehen. Damit ist unser Reiseblog vorerst beendet – bald wird der Alltag wieder Einzug halten! Aber sicherlich werden wir dieses fantastische Familienabenteuer nie vergessen und lange davon zehren! Außerdem können wir hoffentlich noch viele Urlaube mit Grüdi machen, mal sehen, wohin es uns im nächsten Sommer verschlagen wird…

Wieder daheim!

willkommen2Nachdem wir Grüdi schweren Herzens in Walvis Bay abgegeben haben, kommt auch einige Tage später für uns der Moment des Abschieds vom afrikanischen Kontinent. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge geben wir unseren Leihwagen am Flughafen von Windhuk ab, checken bei Air Namibia ein und betreten nach einem recht unruhigen Nachtflug mit spannenden Gewittern über dem Äquator nur eine Nacht später den deutschen Boden auf dem Frankfurter Flughafen. Elf Monate nach unserer Abfahrt haben wir für den Rückweg jetzt nur elf Stunden gebraucht – das ging eigentlich viel zu schnell, aber für eine Heimreise mit dem LKW reichte die Zeit definitiv nicht. Ein großes Begrüßungskomitee aus Opa, Tante und Onkel, Cousin und Cousine sowie Leas bester Freundin holt uns ab, und bei Regen (na klar doch!!) rollen wir die letzten 250 km über eine ungewohnt volle Autobahn nach Hause. Dort wartet Oma mit einem tollen Mittagessen, und irgendwie fühlt es sich an als seien wir gar nicht weg gewesen! Es ist sehr unwirklich – gerade lagen wir noch im trockenen Namibia im Dachzelt, und jetzt hat jeder wieder ein riesiges eigenes Bett und allen Komfort im Überfluss! Diese widersprüchlichen Gefühle werden uns die nächsten Wochen noch beschäftigen!

Zwei große tolle Willkommensschilder willkommenschmücken unser Haus, in den nächsten zwei Tagen haben wir noch drei Cousins und Cousinen bei uns, zahlreiche Freunde gehen ein und aus und Jochen werkelt in der Scheune an den Autos, diIMG_20170630_070758606e vor dem Anmelden noch durch den TÜV müssen und etwas unter der Standzeit gelitten haben – Freunde, die vorbeikommen, kommentieren spontan: „Es ist eigentlich wie immer bei den Vossebergs!“

Nun sind so viele bürokratische Dinge zu erledigen, dass wir fast schon wieder im alten Trott sind – wir nehmen uns aber vor, das Leben etwas entspannter anzugehen und es mit mehr afrikanischer Gelassenheit zu versuchen!

Jetzt sind schon gut zwei Wochen vergangen, man hat Zeit sich zu sortieren, wir haben unzählige Male die Frage „Und, wie war es? Welches Land war das beste?“ gehört, können aber keine umfassende Antwort darauf geben. Irgendwann – sicherlich eher im Winter – wird es eine Fotoshow geben – nur Geduld! Den letzten Tagebuchteil gibt es aber jetzt schon:

Reisetagebuch Namibia II

2. Halbzeit im Etosha

Nachdem wir den Etosha-Nationalpark imIMG_20170621_074046980_HDR Februar untypisch grün erlebt haben, wollen wir im trockenen namibischen Winter einen zweiten Anlauf starten und die typische grau-gelbe Landschaft sehen. Mit einem geliehenen Toyota Hilux und zwei Dachzelten (denn Grüdi sollte eigentlich schon im Hafen in Walvis Bay stehen – eine Planung, die für Afrika mal wieder zu exakt war und so nach hinten losgegangen ist…) geht es von DSC08215Windhuk in Richtung Norden. Erster Stopp ist am Waterberg-Plateau, wo wir in einem sehr idyllisch gelegenen Camp mitten im Busch erfahren, dass sich Schlafen im Dachzelt mit fünf Personen (Ruben schläft auf der Rückbank) anfühlt, als wäre die ganze Nacht Erdbeben. Jedes Mal, wenn sich jemand im Schlaf umdreht, wackelt das ganze Auto – und einer bewegt sich immer! DSC08219DSC08230

Am nächsten Morgen starten wir eine kleine Wanderung zum Aussichtspunkt und erfahren auf dem Historical Path viele Details rund um die Schlacht am Waterberg, die hier 1905 stattgefunden hat und in deren Folge die Herero zu Tausenden in die Kalahari gezogen sind und dort verdursteten.

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Am Nachmittag erreichen wir zum zweiten Mal während unserer Reise den Etosha-Nationalpark und checken im Camp Namutoni ein. Da es in diesem Jahr – wie wir am eigenen Leib erfahren haben –  viel Regen gegeben hat, ist die Landschaft nicht so verdörrt wie in den Vorjahren, aber der Unterschied ist doch deutlich sichtbar:

Das Wasserloch Twee Palms im Februar 2017…

IMG_7918… und im Juni desselben Jahres!

DSCI0012Dieses Mal haben wir zwei Nächte in den Camps Namutoni und Okaukuejo gebucht. Wir sind mit dem Toyota natürlich viel schneller unterwegs als mit Grüdi und fahren auch die kleineren Loops. Endlich sehen wir Giraffen beim Trinken…DSC08255und Helmperlhühner, die nicht direkt flüchten.

DSC08259Hannah bekommt ihr Zebraportrait…DSC08271,der Rest der Herde zeigt uns allerdings mal wieder die Kehrseite.

DSC08293Kurz vor Sonnenuntergang erreichen wir noch den Etosha-Lookout und können die unvorstellbare Weite der Salzpfanne bestaunen.DSCI0038 Im Camp Okaukuejo geht es dann zum Sonnenuntergang ans beleuchtete Wasserloch.

DSC08319Hier sehen wir endlich ein Spitzmaulnashorn aus der Nähe, außerdem kommen noch zwei Löwen und ein Elefant zum Trinken vorbei.

DSC08352Am nächsten Morgen halten wir uns lange am Wasserloch auf. Große Tierherden kommen zum Trinken – es scheint, als gebe es einen geheimen Plan, wann welche Herde erscheinen darf! Gruppen von Zebras wechseln sich mit Gnus ab, dann sind die Impalas und Springböcke an der Reihe, bevor wieder die nächste Zebrafamilie auf der Matte steht.

DSC08438 DSC08519 DSC08386Zwischendurch bewundert sich ein Oryx im Spiegel – es ist toll!

Nach zwei Tagen im Park nehmen wiDSC08542r Abschied und treffen uns noch mit Bjorn, den wir ja in Ägypten und dem Sudan als Reisegefährten hatten. Dann geht es zurück nach Windhuk, wo wir mal wieder die fantastische Gastfreundschaft von Beate, Robert und Chiara genießen dürfen. Von hier bringen wir Grüdi endlich zur Verschiffung nach Walvis Bay und genießen einen letzten herrlichen Sonnenuntergang am Atlantik. IMG_20170625_171614902Bei dieser Gelegenheit kommt auch Maries Flaschenpost endlich ins Meer – ob sie wohl vor uns zu Hause ankommt???IMG_20170625_171252271